Freitag, 16.02.2018, 18:00 Uhr

„Das erinnert mich voll an das Spiel damals gegen die Löwen!“ – Der Betze gegen Sandhausen und eine Erinnerung an die Löwen? Da muss man schon ein bisschen Phantasie mitbringen, denn weder die Fankultur (400 Gästefans aus Sandhausen), die Tradition, die Fanfreundschaft noch sonst irgendetwas scheint die beiden Vereine zu verbinden. Tatsächlich hat es auch eigentlich gar nichts mit dem SVS zu tun. Vielmehr ist es das Warten vor überfüllten Eingängen. Waren es vor ein paar Jahren im 1. Spiel der neuen Saison über 40.000 Zuschauer, die überraschend auf den Berg pilgerten und unseren Optimismus („Ei klar kriemer do noch Karte in de West!“) straften (35€ Sitzplatz in 1.2), so waren es heute gerade einmal 23.811 Zuschauer, die für lange Schlangen bis kurz vor Spielbeginn sorgten.

In 5.2 angekommen (Danke nochmal an de Betze für die Freikarte, gäh!) stellt man zunächst die gute Sicht fest: Die gesamte West auf einen Blick zur linken und zur rechten das Spielfeld, welches von dort aus insgesamt gut einzusehen ist. Dahinter? Ja, dahinter ein paar SVS-Fans im oberen Teil des Stehblocks – große Zaunfahnen oder aufwendig gestaltete Banner sucht man hier vergebens.

Die erste Halbzeit entpuppt sich als spielstark, intensiv, zweikampfstark und lauffreudig. Einzig das Tor will nicht fallen; auch nicht, nachdem Lukasz mit etwas Verspätung unsere Fünferkette in 5.2 komplettiert. Die Halbzeitpause (Spielstand 0:0) und die Hoffnung auf ein Tor vergehen rasch – und das Heidenheim gegen den VfL aus Bochum führt interessiert irgendwie auch keine Sau, seitdem in der Halbzeit nicht mehr die Spielstände aus Dortmund, Schalke oder München gemeldet werden.

In der 2. Halbzeit wird erneut komisch gewechselt: Jenssen als (mit) bester Spieler der 1. Spielhälfte muss gehen, Altintop kann den durch Jenssen verursachten Schwung im Spiel nicht aufrecht halten. Generell fragt man sich, warum die Mannschaft in der 2. Halbzeit den Druck rausnimmt und den Gegner somit unnötig stark gemacht hat. Man weiß es nicht. Was man aber weiß ist, dass ein Unentschieden durch nur ein Tor zu einer Niederlage werden kann. Das dachte sich dann auch der Sandhäuser Stürmer, der nach gemeinem Foul an einem Lautrer den Ball nicht ins Aus sondern ins Tor schoss. Ja, das macht man nicht. Aber nein, man muss deswegen nicht den Spielbetrieb einstellen und nein, man darf die Niederlage nicht auf diese eine Aktion schieben; dennoch war es eine fiese Gemeinheit!

Der FCK benötigt weiterhin ein kleines Wunder, welches nicht durch Träume sondern durch Tore realisert werden kann. So gut Osawe gegen Kiel und in der 1. Halbzeit gegen den SVS auch gespielt (und gegen Kiel auch genetzt) hat – man kann nicht jeden Pass über Jenssen und Osawe spielen um dann zu hoffen, dass das Ding im Tor landet. Mehr Spielwitz im letzten Drittel, gleichbleibende Zweikampfstärke und weniger Larifari vor dem Tor, dann klappt es auch im 6-Punkte-Spiel gegen die in Bielefeld motivationslos aufgetretenen Lilien! Wieder einmal wird eine Latscho-Fünferkette vor Ort supporten!

Nein, kein Heimsieg wie gegen Sechzig vor ein paar Jahren. Kein Zurückkommen nach einem 0:2 Rückstand und auch kein Schobbedrängeln in der 2. Halbzeit… Die einzige Gemeinsamkeit war an diesem Tag dann eigenlich doch nur die Schlange vor dem Eingang.

An dieser Stelle beste Grüße an unseren Schiri: Basti, wird mal wieder Zeit das du mitkommst, ohne dich und die Schobbedrängelei wird das wohl nix mehr.

Latscho Grüße und gebt alles am Bölle!

Thommy

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