Freitag, 17.02.2017, gegen 17:45 Uhr, Ottmar-Walter-Tor – So langsam setzt sich das Puzzle zusammen.

Der 1. FC Kaiserslautern e.V. hat unsere Treue in Form von Freikarten honoriert und wir sind dieser teuflisch-netten Einladung sehr gerne gefolgt. Aus Heidelberg, Koblenz, Köln und Bingen kommend, trudeln neun Latschos mehr oder weniger zeitgleich ein. Die Vorfreude mal wieder Groß. Auf ein hoffentlich gutes Spiel unter Flutlicht. Auf die obligatorische Stadionwurst, das erste Bier. Auf Tore. Auf Punkte.

Ungewohnt sanft diesmal der Aufstieg, geht es doch sonst eigentlich immer steil über die ‚Zum Betzenberg‘-Straße in Richtung Horst-Eckel*-Tor und Westtribüne. (Das letzte Mal, dass ich hier hoch bin … muss 98/99 gewesen sein. Ein verrücktes 2:3 gegen den VfL Bochum, dass wegen des Wechselfehler von König Otto unvergessen bleibt. Das erstes und einziges Spiel mit meinem Papa. Schöne Erinnerung!)

Zum abgewöhnen hingegen die verwaisten Ränge. Gerade mal 19.856 Zuschauer, die West erschreckend leer. Nur noch der harte Kern.
Eine beängstigende Dynamik, die nicht zwangsläufig auf das aktuelle Auftreten der Teufel zurückzuführen ist. Die Spieltagsansetzung und wenig reizende Gegner tuen ihr übriges.

Was wär de Betze, wa mer net wär’n,
die Stütze des Vereins,
mal ging’s bergauf und mal ging’s bergab,
im Laufe uns’rer Zeit,
das war und bleibt uns einerlei,
dem Betze sind wir treu!

An den gut 500 mitgereisten Gästefans aus Sandhausen hat es sicherlich nicht gelegen. Die haben sich um Rahmen ihrer Möglichkeiten gut verkauft.

Zum Spiel: Die Anfangsphase der Partie gehört ganz klar dem SVS. Der FCK agiert zu zaghaft und beschränkt sich aufs verteidigen. Hätte Denis Linsmayer nicht bloß den Pfosten getroffen, wer weiß…
Hat er aber nun mal und wer folglich genau aufgepasst hat, dem ist das sich drehende Fähnchen aufgefallen.
Erst nur ein laues Lüftchen. Vorbote für mehr?

Lautern wird besser, nimmt Fahrt auf. Die Roten zeigen erste vielversprechende Ansätze und so ist es Jacques Zoua, der aufdreht, im angesetzten Sprint schneller und schneller wird und so das schlechte Stellungsspiel der Gäste bestraft. Geschickt umkurvt er Schlussmann Marco Knaller und netzt sehenswert, mit dem Selbstvertrauen eines Afrika Cup Siegers, ein.

Gleich eine Sturmwarnung rauszugeben wäre wohl vermessen aber Lautern drängt weiter vor, verdaddelt zwar einige Chance, bleibt aber unbequem. Marcel Gaus gelingt in der 34. Spielminute das 2:0.

Pause.

Wohlwollender, sicherlich gut tuender Applaus.

Lautern steht und verteidigt auch im zweiten Durchgang gut. Der Funke ist endlich mal wieder vom Platz auf die Ränge übergesprungen. Jeder Zweikampf wird angenommen und bejubelt, jeder Konter nach vorne gepeitscht.

Aus leidlicher Erfahrung fühlt sich das 2:0 noch nicht wirklich sicher an und als die ersten Hochkaräter vergeben werden schwant mir Böses. Osayamen Osawe erlöst mich und wohl auch einen Großteil der Betze-Familie in der 79. Spielminute. Das 3:0, keine Hundertprozentige – Nein, die hatten wir zuvor! – eher technisch anspruchsvoll.

Schlusspfiff.

Entspannte, zufriedene Gesichter.

Trainer Norbert Maier hat alles richtig gemacht und die Mannschaft perfekt eingestellt. So langsam setzt sich das Puzzle zusammen.

Ergebnis: Zweiter Heimsieg in Folge und 3 Punkte mehr auf dem Konto. Glück war sicherlich auch dabei aber dieses Glück muss man sich auch erstmal erarbeiten.

Bleibt nur noch „Danke für die Freikarten, FCK“ und „Weiter so Jungs!“ zu sagen.

Ach ja und @Jannis: „Bring am Sonntag drei Punkte mit aus Stuttgart!“

El Presidente

 

*Alles Gute zum 85. Geburtstag Windhund!

Comments are closed.